Und der Wave gibts uns nochmals – oder endlich wieder? Bereits seit Februar geistert die EP “Vice” der Band Must have been Tokyo durch diverse Radiokanäle und Clubs. Die fünf Wave-Tracks sind minimalistisch und knackig und bringen auch hartgesottene Wave-Puristen der alten Schule zum Tanzen. Laut.de wählte sie gar als erste helvetische Band zum “Artist of the week”. Produziert wurde der Silberling von niemand geringerem als Greg Calbi, der Grössen wie den Talking Heads, David Bowie und Interpol schon den letzten Schliff verpasste. Das Ergebnis ist mehr als nur gut. Es ist eine perfekte Zusammenfügung von neuem Wave, poppig und unschludig, und dem hässlichen, kalten Wave, davon jedoch nur prisenweise eingestreut, für die Ecken und Kanten.
Was Schweizer Bands generell der Lächerlichkeit preisgibt ist für Must have been Tokyo ein klarer Mehrwert: Das Schweizerdialekt-Englisch. Es unterschreicht die charmante Unkorrektheit, die gewollte Darstellung der Herkunft. Schon Künstler wie die Velvet Underground-Sängerin Nico, die zu Lebzeiten ihren markigen Gesang mit starkem Deutschakzent zusätzlich unterstrich, feierten gerade deswegen grosse Erfolge.
Derzeit sind MHBT auf Minitournee durch Europa. Tourdaten auf der Bandhomepage.
Der Trailer:
Die Band:


