Gossip am Paléo

Grosse Namen gaben sich an den ersten beiden Tagen des Paléo Festivals 2009 die Klinke in die Hand. Doch die guten Shows haben die kleineren gezeigt.

Weil wir eh schon zwei Tage zu spät dran sind, hier kurz einige Worte und Bilder zu den Auftritten der Bands, die am 21. und 22. Juli gespielt haben:

Bei Gossip scheints längst nicht mehr nur um die Musik zu gehen. Nachdem das Publikum Frau Ditto lautstark aufgefordert hat, sich ihrer Kleider zu entledigen, mochte sie ihren Fans (?) gerade diesen Gefallen nicht tun und schien etwas sauer zu sein.

Die Kaiser Chiefs haben sich richtig reingehängt und ein energiegeladenes Set gespielt. Dafür war Sänger Ricky nach dem Konzert dann auch ganz schön ausgepumpt, wie das Bild unten zeigt.

Placebo waren wie immer. Wir finden das langweilig. Andere scheinen genau das zu schätzen. Viele Frauen im mittleren Alter jedenfalls.

Die Girls in the Kitchen haben im kleinen Zelt vor sehr treuen Fans gespielt und den Abschluss des ersten Abends machten die White Lies mit einem starken wie schönen Auftritt. Sind sie nun die besseren Editors?

Den Anfang des zweiten Tages machten für uns Ghinzu aus Belgien, die wir früher mal richtig toll fanden und die jetzt aber etwas übertreiben mit ihrer aufgesetzten bad-boys-attitude. Schade.

Peter von Poehl war hingegen sichtlich zufrieden und grinste breit. Seine Band fand es sichtlich schade, die Bühne zum Schluss wieder verlassen zu müssen.

Die zierliche Pascale Picard singt zwar mit einem unverständlichen kanadischen Akzent (französisch!); mit ihrer Band spielt sie aber zuckersüsse Musik, die man auch sonst versteht.

Franz Ferdinand sind wohl allmählich etwas Festival-müde. Die Schotten begannen sehr gemächlich und drehten erst ganz zum Schluss richtig auf, indem sie zu viert auf das Drumset einhämmerten.

Die Young Gods, die vor kurzem noch am St.Galler Kulturfestival ein akustisches Set gespielt haben, untermalten ihre 60ies-Träume mit Visuals von der Mutter aller Festivals: Woodstock.

Bonaparte haben furios aufgespielt, wild bis zur letzten Zugabe. Der Zirkus ist noch lange nicht tot. Hase und strippende Tänzer inklusive. Der Vergleich mit Of Montreal ist naheliegend.

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