Die Rrrriot-Girl aushängeschilder MEN beehrten das Palace und haben mit Solange la Frange ihren Schweizer Meister gefunden.
Ob nun Solange la Frange “nur” Vorband von MEN waren oder doch gleichberechtigter Teil dieses Abends war nicht festzustellen. Sicher aber war, dass der Auftritt der Romands grossartig ausfiel. Das was da von der Bühne auf das Publikum losgelassen wurde, war so schön unschweizerisch, laut, punking und voller Energie dass es eine Freude war.
Solange la Frange spielen Elektropunk nach bester CSS oder der früheren Gossip Manier. Dass sie das Rad damit nicht neu erfanden, tat zumindest der grossen Party, die sie mit ihrer energiegeladenen Show auslösten, keinen Abbruch. Von Anfang an dröhnten die Gitarren bis zum Anschlag, umgarnte der harte Bass die Stimme der Sängerin und alles zusammen ging mit ungeahnter Wucht auf das Publikum nieder. Spätesten nach diesem Auftritt war auch der letzte im ausverkauften Palace bereit für das was da noch kommen mochte.
Die aus Brooklyn, New York stammenden MEN spielten im Palace ihr einziges Schweizer und insgesamt 100stes Konzert, dementsprechen euphorisch präsentierte sich ihnen auch das Publikum welches mit vielen Auswertigen bestückt war.
Wie auch schon bei den voran gegangenen Solange La Frange kann man MEN schlecht in eine spezifische Schublade stecken, sollte man es dennoch versuchen, wäre wohl die Bezeichnung “Elektropop” der richtige Ausdruck. Nicht so punklastig wie Solange la Frange dafür mit grösserer Melodie und Spannungsbögen zogen sie das Palace und ihre Fans sofort in Ihren Bann. Das Lesbisch-Schwule-Kollektiv, um JD Samson welche sich ebenfalls im Dunstkreis von Peaches aufhält wusste das Publikum zu animieren, ihre Musik lud zum ständigen Tanzen ein und so war es nicht verwunderlich, dass das Palace mehr an einen Diskothek den an ein Konzertlokal erinnerte.
Nach drei frenetisch umjubelten Zugaben verliessen MEN schlussendlich definitv die Bühne und hinterliessen ein verschwitztes, durchgetanztes Publikum welches an diesem Abend in den Genuss von zwei sehr gut aufspielenden Bands kam. Wer dabei Vor- bzw. Hauptband war, war am Ende nur noch nebensächlich.


